Zusätzliche Betreuungsleistung bei dementiell erkrankten Menschen

Vorrangiges Ziel ist die stundenweise Entlastung der pflegenden Angehörigen. So erhalten die Angehörigen einen zeitlichen Freiraum, über den sie verfügen können, ohne ihre Pflegebedürftigen zu vernachlässigen bzw. über einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt zu lassen.

Daneben erhalten die Pflegebedürftigen ein angemessenes Kontakt- und Beschäftigungsangebot. Die Pflegekräfte versuchen dem Alltag des demenziell Erkrankten Struktur zu geben, damit Ängste und Unsicherheiten abgebaut und die räumliche, zeitliche, situative und persönliche Orientierung gefördert werden kann.

Die Betreuung in der häuslichen Umgebung wird nach Stunden abgerechnet. Die Kosten werden dem Pflegebedürftigen bzw. dem pflegenden Angehörigen in einem Kostenvoranschlag unterbreitet. Diese werden einmal monatlich direkt mit dem Pflegebedürftigen bzw. dem pflegenden Angehörigen abgerechnet, dieser stellt anschließend einen Erstattungsantrag bei ihrer Pflegekasse.

Ihr Anspruch nach § 45b SGB XI:

Besondere Betreuungsleistungen erhalten Menschen mit erheblichen allgemeinen Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf. Als Voraussetzung liegt in der Regel Vergesslichkeit / Desorientiertheit (Demenz) vor. Die finanzielle Leistung beträgt 104,00 € monatlich, bei einem erhöhten Betreuungsbedarf 208,00 € monatlich. Die Leistung muss bei der Pflegekasse beantragt werden.

Der Medizinische Dienst der Pflegekasse beurteilt anhand von 13 gesetzlich festgelegten Kriterien, ob ein Anspruch auf die Leistung besteht. Es müssen mindestens 2 Kriterien erfüllt sein. (Die Kriterien für die Betreuungsleistungen können Sie in unserem Büro des Ambulanten Pflegeteam Licht kostenlos erhalten).

Hinweis: Bei vorliegen der Voraussetzungen (Kriterien) können die Versicherten die Betreuungsleistung auch ohne eine Pflegestufe bekommen.

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